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	<title>Der-Klabauter</title>
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	<description>Im Ozean des Internets</description>
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		<title>ohrenbetäubendes Schweigen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 10:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[wortlosigkeit schweigen perspektive meinungsüberangebot bla]]></category>

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		<description><![CDATA[
Schreiben, ja schreiben; Inhalt und Form zu einer ästhetischen Entität verweben, das ist es, was mir und vielen anderen ein Bedürfnis ist. Allein die Sprachlosigkeit macht uns mürbe. Was soll man auch schreiben oder erzählen? Es ist doch schon alles gesagt, alles und sein Gegenteil.
Der einst so ruhmreiche Begriff der Wahrheit ist obsolet geworden, ward [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Schreiben, ja schreiben; Inhalt und Form zu einer ästhetischen Entität verweben, das ist es, was mir und vielen anderen ein Bedürfnis ist. Allein die Sprachlosigkeit macht uns mürbe. Was soll man auch schreiben oder erzählen? Es ist doch schon alles gesagt, alles und sein Gegenteil.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Der einst so ruhmreiche Begriff der Wahrheit ist obsolet geworden, ward verdrängt von der Perspektive, die doch nicht so heißen darf (ähnlich wie manch kriegsähnlicher Zustand heutzutage).</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Jeder Schauplatz, an dem Meinungen aufeinander treffen, ist heut dazu verdammt eine Kampfarena der Dogmen zu werden, wo doch der einzige Sieger stets die Wettmafia bleibt. Ist es daher nicht ratsam still zu schweigen, anstatt sich einzureihen, in die Flut der Wiederkäuer hohler Phrasen? Stillschweigen, anstatt das Karussell der Verwirrung, ja, der Verlorenheit mit immer neuem Schwung zu versorgen?</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><span id="more-610"></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Die Zentrifuge der Informationen schleudert dich quer durch die Welt der Ansichten &#8211; so du kein Dogma hast, das dich zu halten vermag. Und wie bei einer Zentrifuge üblich, wird der, der einmal die Mitte aus dem Auge verliert, ganz schnell bewegungsunfähig mit dem Rücken an die Wand, den Rand des Meinungshorizontes, gepresst und der Willkür des Zuckerwatteverkäufers ausgeliefert.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Wen braucht es da noch ernsthaft wundern, dass sich der Einzelne den Mantel der Wortlosigkeit nur allzu bereitwillig überstreift?</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Der Wühltisch der Meinungen ist maßlos überfüllt und eben jene Überfülle sorgt auch zwangsläufig für Überforderung – so zumindest eine gängige Meinung. Diese geht oftmals auch mit solch rhetorischen Leuchtfeuern einher, wie: „Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben&#8221;. Ein glatter Widerspruch, wie er doch ebenso zwangsläufig ist, im Überangebot der Meinungen, in dem man sich zuerst entscheiden muss bevor man denken kann. Denn würde man zuerst denken, man könnte sich nie mehr entscheiden.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Wohin will ich mit diesem Zirkelschluss, der so recht doch keiner ist? Vielleicht zeigt dieser kleine Ausflug nur, dass es an Zielen, heißt (Zukunfts-)Perspektiven mangelt. Und wo immer ein Mangel, da ist auch der Kompensationsversuch nicht weit, der sich im Widerstreit der Individuen respektive ihrer Perspektiven vergegenwärtigt. Letztendlich ein Musterbeispiel für den neu-kanzler(in)schen Begriff vom „auseinanderdividieren“, der gerade in Europa Hochkonjunktur zu haben scheint.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Alles in allem ein Ironie, wie sie nur mit allzu viel Rauschmitteln erträglich zu gestalten ist. Aber immerhin hat dieser sinnfreie Exzess der Wortklauberei auf den ersten Blick eine Art Aussage erhalten und für mehr muss es heutzutage nicht mehr taugen.</span></span></p>
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		<title>In eigener Sache</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der-Klabauter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der ein oder andere sicher bemerkt hat, ist hier wenig passiert in letzter Zeit. Leider habe ich im Augenblick etwas mehr um die Ohren. Daher will ich hier den Fokus etwas verschieben und nicht mehr dem vergeblichen Versuch anhängen, das Tagesgeschehen zu kommentieren. Vielmehr möchte ich künftig mehr Zeit auf die Qualität des Kommentar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Wie der ein oder andere sicher bemerkt hat, ist hier wenig passiert in letzter Zeit. Leider habe ich im Augenblick etwas mehr um die Ohren. Daher will ich hier den Fokus etwas verschieben und nicht mehr dem vergeblichen Versuch anhängen, das Tagesgeschehen zu kommentieren. Vielmehr möchte ich künftig mehr Zeit auf die Qualität des Kommentar verwenden und mich vom inhaltlichen Diktat der täglichen Nachrichten lösen. </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Dabei soll es hier kritisch bleiben. </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><br />
</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Von nun an also eine geringere Frequenz und höhere Amplituden!</span></span></p>
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		<title>Denk ich an Deutschland in der Nacht&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 16:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Zustände]]></category>
		<category><![CDATA[Diskreminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Suhrkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Heitmeyer]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Vormittag hat der Soziologe Wilhelm Heitmeyer den erschreckenden Jahresbericht seiner Untersuchungen vorgelegt. Und eines ist jetzt schon sicher: diese Studie wird in den nächsten Tagen noch für Furore sorgen. Seit 2002 führt Heitmeyer eine der Umfangreichsten Langzeitstudien durch und ihr Name dürfte in diesem Jahr bedrohlicher daherkommen, als all die Jahre zuvor.
Unter dem Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Heute Vormittag hat der Soziologe Wilhelm Heitmeyer den erschreckenden Jahresbericht seiner Untersuchungen vorgelegt. Und eines ist jetzt schon sicher: diese Studie wird in den nächsten Tagen noch für Furore sorgen. Seit 2002 führt Heitmeyer eine der Umfangreichsten Langzeitstudien durch und ihr Name dürfte in diesem Jahr bedrohlicher daherkommen, als all die Jahre zuvor.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Unter dem Titel &#8220;Deutsche Zustände&#8221; wird untersucht, wie landläufig Diskriminierung und Ablehnung gegenüber Minderheiten sind. Diese Studie wird u.a. vom Suhrkamp-Verlag, wo sie voraussichtlich auch erscheinen wird, und der VW-Stiftung unterstützt und erlaubt ein tiefen Einblick in das krisenbedingt immer fragwürdiger werdende Urteil der Deutschen. </span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span id="more-578"></span></span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><img class="alignright size-full wp-image-586" style="border: 5px solid white;" title="Bundesarchiv_Bild_101III-Ege-018-30,_Paris,_Diskriminierung_von_Juden" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Bundesarchiv_Bild_101III-Ege-018-30_Paris_Diskriminierung_von_Juden1.jpg" alt="Bundesarchiv_Bild_101III-Ege-018-30,_Paris,_Diskriminierung_von_Juden" width="240" height="474" />Erstmals hat man bei den Untersuchungen zwischen Menschen getrennt, die sich als von der Krise betroffen sehen und jenen, die sich nicht von der Krise betroffen fühlen. Dabei meinen unglaubliche 61% der ersten Gruppe, dass in Deutschland zu viele schwache Gruppen mitversorgt werden. Dabei ist entscheidend, dass hier keine soziale Kategorie gemeint ist. Schwache Gruppen sind hier<cite> &#8220;Zugewanderte, homosexuellen, Juden, Muslime</cite>&#8221; &#8211; so Heitmeyer im Deutschlandradio.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Hier stellt sich also ein Zusammenhang aus den materiellen Ängsten und der Diskriminierung bestimmter Gruppen her. Eine gefährliche Entwicklung, wenn Länder und Bund künftig die Haushalte konsolidieren und aus Schuldenvermeidung den Sparkurs einschlagen müssen; und außerdem ein Phänomen, was wie gehabt, leicht instrumentalisiert werden kann.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Gleichzeitig ist, gemäß der Studie, bei sozial schwächeren, als auch den sozial besser dastehenden Schichten, das Vertrauen in die Politik gesunken. Drei Viertel im unteren sozialen Bereich sagen: &#8220;Leute wie ich haben sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut&#8221;. Und über die Hälfte, 57%, im oberen Bereich sind gleicher Meinung &#8211; Zündstoff für die Deutsche Politik, wenn Zensursula sich nicht an alte Marotten erinnern sollte und die Studie übergeht.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Die Kurzsichtigkeit steckt also ganz tief in uns drin. Oder haben diese Kurzschlüsse andere Gründe? </span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Natürlich versucht man Schuldige für diese Misere zu finden. Beim <cite>&#8220;Wirtschaftssystem</cite>&#8220;, so der Soziloge, wäre <cite>&#8220;das noch relativ Harmlos. Aber wenn dann bestimmte Gruppen, wie Ausländer oder Bänker herausgepickt</cite>&#8221; werden, dann würde <cite>&#8220;die Ausländerfeindlichkeit oder der Antisemitismus</cite>&#8221; steigen. <cite>&#8220;Weil das Bankensystem dann auch mit jüdischen Bänkern in Verbindung gebracht</cite>&#8221; werden würde.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><cite><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">&#8220;Wilhelm Heitmeyer sieht </span></span></cite><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><cite><cite></cite>die deutsche Gesellschaft gar am Beginn eines neuen autoritären Jahrhunderts&#8221;</cite>, was daran läge, dass <cite>&#8220;die Sicherung der Wirtschaft auf Kosten der Sozialen Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhangs&#8221;</cite> vollzogen werden würde &#8211; schreibt die Initiative <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/deutsche-zustaende-2009-gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit-krise-0987">Netz-gegen-Nazis</a>.<strong> </strong></span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"> </span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Denk ich an Deutschland in der Nacht&#8230;</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: small;">Bild: CC by Deutsches Bundesarchiv</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"> </p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: small;">Ps.: Leider scheint sich die Redaktion des DRadio nicht mehr die Mühe zu machen, den Beitrag zu transkriptieren. Wer aber trotzdem noch einmal reinhören möchte, kann <a href="http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&amp;broadcast=348687&amp;datum=20091204&amp;playtime=1259932384&amp;fileid=b8099412&amp;sendung=348687&amp;beitrag=1081522&amp;/">hier</a> die Themen gesondert auswählen. Das besagt Interview ist dort unter dem Titel &#8220;Warum schwindet in Krisenzeiten der gesellschaftliche Zusammenhalt?&#8221; zu finden.</span><br />
 </span></span></p>
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		<title>Gude Naaaacht</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 19:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Nikolaus Brender]]></category>
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		<description><![CDATA[Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF, muss gehen. Die Schergen um Roland Koch sind trotz Mahnung zahlreicher Verfassungsrechtler zur Tat geschritten. Brenders Vertrag wurde vom CDU durchsetzten ZDF-Vorstand nicht verlängert und das &#8220;Zweite Deutsche Fernsehen&#8221; ist möglicherweise fortlaufend eine öffentlich unrechtliche Sendeanstalt. Mit der Unabhängigkeit der Presse will man es jedenfalls nicht zu eng sehen.
Wenigstens wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF, muss gehen. Die Schergen um Roland Koch sind trotz <a href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EF661F8EF700742C58F6D9535A24ECFEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Mahnung</a> zahlreicher Verfassungsrechtler zur Tat geschritten. Brenders Vertrag wurde vom CDU durchsetzten ZDF-Vorstand nicht verlängert und das &#8220;Zweite Deutsche Fernsehen&#8221; ist möglicherweise fortlaufend eine öffentlich unrechtliche Sendeanstalt. Mit der Unabhängigkeit der Presse will man es jedenfalls nicht zu eng sehen.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Wenigstens wurde nun auch öffentlichkeitswirksam das neue Logo enthüllt:</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-575" title="zdf-logo-neu" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/zdf-logo-neu.jpg" alt="zdf-logo-neu" width="436" height="238" /></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: center;"> </p>
<p style="text-align: center; padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"> </span></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;">Bild: <a href="http://twitpic.com/r6d03">http://twitpic.com/r6d03 </a></span></p>
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		<title>Ein Blick in die Ferne</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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Ein wunderbares Fundstück beim Kollegen vom Nerdcore-Blog. Bei all den irdischen Schwierigkeiten, würde mich dieser Anblick doch für einiges entschädigen. Der Blick würde in die Ferne des Himmels schweifen und bei aller Schönheit wohlige und befreite Gedanken wecken &#8211; nicht gebunden an Raum oder Zeit. Vielleicht kann uns der Klimawandel diesen Anblick bescheren? Ein Ring [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/UT2sQ7KIQ-E&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/UT2sQ7KIQ-E&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Ein wunderbares <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/11/20/planet-earth-mashed-with-the-rings-of-saturn/">Fundstück</a> beim Kollegen vom Nerdcore-Blog. Bei all den irdischen Schwierigkeiten, würde mich dieser Anblick doch für einiges entschädigen. Der Blick würde in die Ferne des Himmels schweifen und bei aller Schönheit wohlige und befreite Gedanken wecken &#8211; nicht gebunden an Raum oder Zeit. Vielleicht kann uns der Klimawandel diesen Anblick bescheren? Ein Ring aus Abfall, der uns erinnert, in welch fragiler Selbstverständlichkeit wir diesen Planeten bewohnen.</span></span></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Aber vielleicht reicht uns auch schon der Mond, die Sonne oder die Sterne, die uns täglich und selbstverständlich an diese Schönheit erinnern. Wenn wir denn nur einen Augenblick in unserem Trott verweilen und den Blick in die Ferne wandern lassen.<br />
 </span></span></p>
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		<title>What if&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 12:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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&#8220;What if&#8221; &#8211; diese Formel ist bezeichnend für einen slowenischen Denker, den ich vor nicht all zu langer Zeit entdeckt habe. Sie zeigt an, dass er sogleich einen weiteren inspirierenden Gedanken bei seiner unorthodoxen Grabung zu Tage fördern wird. Dabei steht alles auf dem Prüfstand, was unserem spätkapitalistischen Moralkomplex Festigkeit verleiht. Er entlarvt unser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img class="aligncenter size-full wp-image-524" title="zizek" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/2340881163_4d44b0e6b7_b2.jpg" alt="zizek" width="620" height="175" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"> </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">&#8220;What if&#8221; &#8211; diese Formel ist bezeichnend für einen slowenischen Denker, den ich vor nicht all zu langer Zeit entdeckt habe. Sie zeigt an, dass er sogleich einen weiteren inspirierenden Gedanken bei seiner unorthodoxen Grabung zu Tage fördern wird. Dabei steht alles auf dem Prüfstand, was unserem spätkapitalistischen Moralkomplex Festigkeit verleiht. Er entlarvt unser postideologisches Zeitalter, als eines, ausgeprägtester Ideologie und scheut nicht davor zurück, die alte linke Vision von einer besseren Welt neu zu überprüfen. Die Rede ist von Slavoj Zizek, der dieses Jahr mit &#8220;Auf verlorenem Posten&#8221; ein lesenswertes <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/auf_verlorenem_posten-slavoj_zizek_12562.html">Buch </a>vorgelegt hat.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><span id="more-508"></span></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Im Augenblick avanciert der Philosophieprofessor aus Ljubljana zum populären Vordenker einer neuen Kommunismustheorie, für die, in Zeiten der Krise, außerordentlicher Bedarf herrscht. Dabei baut er auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel auf, dessen dialektische Methode die augenfällige Widersprüchlichkeit des Weltgeistes(gemeint sind hier historische Entwicklungen, die einem vernünftigen Prinzip folgen) auch heute noch zu enträtseln scheint, und Jaques Lacans psychoanalytsche Überlegung des anderen außerhalb des Subjekts, wodurch sich das Subjekt erst konstituiert &#8211; &#8220;Ich ist ein anderer&#8221;. Zizek erklärt durch diese Äußerlichkeit das Funktionieren von Ideologie und Moral.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Das zur methodischen Grundlage. Als progressives Element gibt er noch eine Priese Karl Marx hinzu. Dessen Analyse der kapitalistischen Warenwirtschaft besitzt auch heute noch weitgehend Gültigkeit. Marx schwebte eine Auffassung von Geschichte vor, deren Voranschreiten auf Klassenkämpfen beruht. Eine Konzeption in Anlehnung an Hegel, die der Slowene ebenfalls erneut einführt. Dabei entstaubt er ganz nebenbei Begriffe, wie Proletariat. </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Dem einen oder anderen kommen spätestens hier Erinnerungen an Zeiten hoch, die aus guten Gründen in den ewigen Schlaf  der Vergangenheit eingegangen sind. Warum also diese Ruhe stören? Weil &#8220;<cite>die kapitalistische Dynamik, wenn sie sich selbst überlassen wird, ihre eigenen Wurzeln zu untergraben [droht].</cite>&#8221; Damit hebt Zizek vor allem auf die Auflösung von Vertrauen in das vorliegende System ab &#8211; unerlässlich für seine Stabilität. Und tatsächlich, um ein greifbares Beispiel zu wählen, schafft es die Sozialdemokratie in Europa kaum noch den notwendigen Sozialausgleich herzustellen. Das Stichwort SPD kann nicht deutlicher dieses Scheitern illustrieren und in Schweden, Frankreich, England, sieht es nicht viel besser aus. Letztendlich ist das Interesse für Alternativen hausgemacht. Und die Gefahr, dass reaktionäre und autoritäre Ideen ähnlich interessiert aufgenommen werden, ist ebenfalls vorhanden. Zizek sieht in Italien mit Berlusconi an der Spitze eben diese Gefahr heraufziehen.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Dabei ist zu sagen, dass er nicht dafür plädiert realsozialistische Systemkonzepte wiederaufleben zu lassen. Diesen Trugschluss räumt er gleich zu Anfang aus, indem er den französischen Philosophen Alain Badiou zitiert: </span></span></span></p>
<blockquote style="padding-left: 30px;"><p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">&#8220;[...] [A]n der Existenz der [Kommunismush]ypothese festzuhalten heißt nicht, daß auch ihre erste Präsentationsform, die um das Eigentum und den Staat zentriert war, als solche festgehalten werden muss. Was uns als Aufgabe, ja sogar, könnte man sagen, als philosophisches Werden zugewiesen ist, ist dabei zu helfen, daß sich <em>ein neuer Existenzmodus der Hypothese herausbildet</em> [...]&#8220;</span></span></span></p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Diese Entwicklung ist </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"> &#8211; möge man von Slavoj Zizek halten, was man will &#8211; </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">daher zu begrüßen, da sie, im allgemeinen Kanon liberaler Ideologie, erfrischende Dissonanzen anklingen lässt. Sie ist erst recht zu begrüßen, wo Populärphilosophen, wie Peter Solterdeijk als Apologeten der <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E3E570BE344824089B6549A8283A0933B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Elitenhonoration</a> antreten.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Was aber wenn &#8211; what if &#8211; eben diese Apologeten verantwortlich sind für das Phänomen Zizek?</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Bild: CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/andymiah/2340881163/">Andy Miah</a></span><br />
 </span></span></span></p>
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		<title>Gelinkt?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 21:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute will die brandenburgische Linke den Koalitionsvertrag mit der SPD unter Dach und Fach bringen. Das Papier, auf welches sich beide Parteien zunächst geeinigt haben, wirft so manche Frage auf. Auch in der Partei regt sich deutlich Widerstand gegen das, was unter Mathias Platzeck und Kerstin Kaiser ausgehandelt wurde.
Von Seiten des AllgemeinenStudierendenAusschuss(ASTA), der Linke.SDS der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Heute will die brandenburgische Linke den Koalitionsvertrag mit der SPD unter Dach und Fach bringen. Das Papier, auf welches sich beide Parteien zunächst geeinigt haben, wirft so manche Frage auf. Auch in der Partei regt sich deutlich Widerstand gegen <a href="http://www.dielinke-brandenburg.de/fileadmin/Koalition/Koalitionsvertrag.pdf">das</a>, was unter Mathias Platzeck und Kerstin Kaiser ausgehandelt wurde.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Von Seiten des AllgemeinenStudierendenAusschuss(ASTA), der Linke.SDS der Linksjugends(solid&#8217;) wird bemängelt, dass in der Bildungspolitik kein Politikwechsel vollzogen wird. Auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Linke">Sozialistische Linke</a>, eine nicht unbedeutende Strömung innerhalb der Partei, hat am Montag ein <a href="http://87.234.244.253/fileadmin/SL-Bund/Dateien_fuer_Startseite/SL_zu_Brandenburg.pdf">Papier</a> veröffentlicht, in dem deutliche Kritik geübt wird. Punkte sind: Das Festhalten an der Braunkohleförderung, Stellenabbau im öffentlichen Sektor und eine Zustimmung zum Lissabon-Vertrags. Diese Themen sind Zentral im Programm der Partei, also nicht bloßer demokratischer Kompromiss, und machen die brandenburgische Regierungsbildung zu einem gefährlichen Präzedenzfall.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Zur Stunde findet eine Sitzung des Landesverbands statt, bei der über den Vertrag abgestimmt wird. Zuvor sprachen Gregor Gysi und Lothar Bisky, auch der Landesvorsitzende, Klaus Lederer ist anwesend. Das zeigt nicht zuletzt, was hier auf dem Spiel steht. </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Die Machtoption ist genauso greifbar, wie verfänglich. Geht man auf die Punkte ein, wonach es aussieht &#8211; Gysi und Bisky halten den Vertrag für einen &#8220;<a href="http://www.dielinke-brandenburg.de/"><cite>Erfolg</cite></a>&#8221; -, dann hat das gleichfalls Auswirkungen auf die Bundespartei. Es ist sogar von Spaltung die <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/peter-nowak/linke-billig-zu-haben">Rede</a>, gemäß einer französischen konsequenteren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nouveau_Parti_Anticapitaliste">Antikapitalistischen Linken</a>. </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Folglich hat dies auch Auswirkung auf den Klabauter und seine Leser, wo doch an <a href="http://www.der-klabauter.de/klabauter/archives/274">dieser Stelle</a> eine klare Wahlempfehlung ausgegeben wurde.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Gysi betont zwar, &#8220;<cite>die Partei muss weiter gehen als die Regierung</cite>&#8220;, jedoch geht diese Regierung mit der Zustimmung zum Lissabon-Vertrag weiter, als die Partei. Mit diesem Abweichen, kann ich nur mein Misstrauen für die Entwicklung dieser, von vielen mit Hoffnung bedachten Partei, bekunden. Als Oppositionspartei wäre sie mir lieber. Stimmt die Linke  so in den Kanon der Konsenssauce ein? </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><strong>Update</strong> 23Uhr: Koalitionsvertrag mit großer Mehrheit und nach langer Diskussion </span></span><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">angenommen</span></span><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">.<br />
 </span></span></span></p>
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		<title>Gehorche keinem</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 19:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im beschaulichen Münster kocht zZt. eine nette kleine Debatte hoch. Groß und unverschnörkelt prangen rote Lettern an der Universitätsbibliothek. &#8220;Gehorche keinem&#8221;, so der gotteslästernde, anarchistische Affront. Zumindest wird er von einigen Münsteranern so verstanden. Knapp die Hälfte der Einwohner zählt sich zum katholischen Glauben und da ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_444" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><span style="color: #000000;"><a href="http://www.flickr.com/photos/plaetzchen/4050769273/"><img class="size-medium wp-image-444 " title="4050769273_8fc1231132" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/4050769273_8fc1231132-300x199.jpg" alt="CC by Pleatzchen" width="300" height="199" /></a></span><p class="wp-caption-text">CC by Pleatzchen</p></div>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: georgia,palatino;"><span style="font-size: medium;">Im beschaulichen Münster kocht zZt. eine nette kleine Debatte hoch. Groß und unverschnörkelt prangen rote Lettern an der Universitätsbibliothek. &#8220;Gehorche keinem&#8221;, so der gotteslästernde, anarchistische Affront. Zumindest wird er von einigen Münsteranern so verstanden. Knapp die Hälfte der Einwohner zählt sich zum katholischen Glauben und da ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere genau zu wissen scheint, wem er zu gehorchen hat.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: georgia,palatino;"><span style="font-size: medium;"><span id="more-443"></span></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: georgia,palatino;"><span style="font-size: medium;">In den 60 jubelnden Jahren der Bundesrepublik, die derzeit um so jubelnder gefeiert werden, hat man sich in dem westfälischen Städtchen auch erst <em>einmal</em> aus dem konservativen Lager gewagt und hat mit Marion Tüns die erste Frau und SPD-Anhängerin zur Oberbürgermeisterin gewählt. Dass bei einer derart verlässlichen demokratischen Tradition bei einigen alle Alarmglocken läuten, ist nicht verwunderlich, wenn doch das pure anarchistische Chaos von den Wänden in die Köpfe der Studenten gepflegt wird. &#8220;Gehorche keinem&#8221;, na so etwas.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: georgia,palatino;"><span style="font-size: medium;">Also was steckt dahinter? Der Bonner Künstler Babal Saed hat diesen Spruch für die Universität entworfen. Damit lag ihm nicht daran, Münster zu einer umstürzlerischen Zelle werden zu lassen. Vielmehr soll der Spruch die Studenten auffordern möglichst unabhängig ihr Studium zu gestalten und frei zu forschen. Ein Grundsatz der leider immer kürzer kommt, wie in <a href="http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,285049">Wien</a> zZt. eindrucksvoll bemängelt wird. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess">Bologna-Prozess</a> steht dem Anliegen Saeds weitgehend entgegen. Und die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen, beeinflusst immer stärker die Studienwahl.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: georgia,palatino;"><span style="font-size: medium;">Gehorchen ist immer eine Zwangssituation und ist auch nicht mit demokratischen Grundsätzen vereinbar. Denn diese sind Kompromisse im gegenseitigen Einvernehmen.</span></span></span></p>
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		<title>Wenn das Stillen eingestellt wird</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 21:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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CC by ford


Heute ist bekannt geworden, dass das wohl bedeutendste westliche Exportprodukt neben CocaCola sich aus dem krisengebeutelten Island zurückzieht: McDonalds wird sein Engagement im Inselstaat aufgeben. Welch symbolischer Schritt!
Viele Isländer sind verunsichert, denn mit dem gelben M steckte der Westen in den letzten Jahren seine Claims ab und damit verband sich das Versprechen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp" style="padding-left: 30px;">
<dl id="attachment_431" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><span style="color: #000000;"><img class="size-medium wp-image-431" title="8760339_4935da01a6_o" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/8760339_4935da01a6_o-300x213.jpg" alt="Wenn das Stillen eingestellt wird" width="300" height="213" /></span></dt>
<dd class="wp-caption-dd"><span style="color: #000000;">CC by ford</span></dd>
</dl>
</div>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Heute ist bekannt geworden, dass das wohl bedeutendste westliche Exportprodukt neben CocaCola sich aus dem krisengebeutelten Island zurückzieht: McDonalds wird sein Engagement im Inselstaat aufgeben. Welch symbolischer Schritt!</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Viele Isländer sind verunsichert, denn mit dem gelben M steckte der Westen in den letzten Jahren seine Claims ab und damit verband sich das Versprechen auf den Wohlstand. Dass die Expansion der Fastfoodkette einmal unterbrochen werden könnte oder ein zukünftiges Engagement in einem Land ausgeschlossen wird, war bis heute undenkbar und die Krise erhält eine neue Dimension.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;"> </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;"><span id="more-429"></span></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Island traf es in der Wirtschaftskrise besonders hart. Es drohte sogar der Staatsbankrott. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Island#Wirtschaftsgeschichte">komplette Bankensektor</a> wurde verstaatlicht und die heimische Währung verlor zwischenzeitlich massiv an Wert. Nun ist der Euro aber weitgehend stabil geblieben und McDonalds-Island importieren ihre Zutaten aus Deutschland. Diese Verteuerung ist für das Unternehmen nicht mehr tragbar, weshalb es die Konsequenzen zieht. Der BigMac kostete am Ende 3,80 Euro.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Wer hätte es gedacht? M, das eigentlich ein heimliches W wie Westen ist, sieht die Notwendigkeit, einen erschlossenen Markt aufzugeben. Es ist nicht so, dass McDonalds in Island einen wichtigen Markt verliert. Drei Filialen gibt es auf der Insel mit gerade mal 300.000 Einwohnern. Die Symbolik wiegt schwerer. An dieser Stelle zeigt sich nämlich, dass mit der Wirtschaftskrise auch eine Krise westlicher Werte heraufgezogen ist und Island zum Symptom für eine ganze Weltanschauung gereichen könnte.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Einmal vom Tellerwäscher zum Millionär &#8211; Island war auch ein Paradebeispiel dieses Traums vom Wohlstand. Dass diese Buchung auch gleich einen Rückfahrschein beinhaltet, bekommen die Isländer jetzt zu spüren. Das schnelle Wachstum in den letzten Jahren wurde vorwiegend durch die lockere <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/61/313962/text/">Finanzmarktpolitik</a> der liberalen Unabhängigkeitspartei unter Davíð Oddsson ermöglicht, den die Bürger Islands nach langen Protesten aus dem Amt jagten. Heute muss Island mit Inflation und hoher Staatsverschuldung kämpfen.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Sind das die Trümmer eines &#8220;Höher, Schneller, Weiter&#8221;? Können wir uns sicher sein, dass wir mit dieser Achterbahn auch irgendwo ankommen oder sie doch eher einer Abschussrampe gleicht? Im Klartext stellt sich doch die Frage, wie real der Wohlstand eigentlich ist?</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Wenn all das auf einem System der virtuellen Wertgenerierung basiert, welches sich erwiesener Maßen nur aus Blasen ernähren kann, und die heimischen Industrien am Boden liegen (siehe Opel) &#8211; Island hat nur die Fischerei; wenn das alles der Fall ist, stellt sich doch die Frage, wovon dieser Traum eigentlich handelte?</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: georgia,palatino;">Vielleicht davon, dass wir es niemals wagen müssen, diese Fragen zu stellen&#8230;</span></span></span></p>
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		<title>Im Vertrauen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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Update: Nun da das Video auch bei den größeren Blogs unkommentiert auftaucht, schreibe ich vielleicht doch noch ein paar kurze Zeilen dazu.
Was der junge Niederländer in der Bundespressekonferenz dort so unverblümt zur Sprache bringt, sollte journalistischer Standard sein. Als Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausends bekannt wurde, dass der der pfälzer Tigerganter Helmut Kohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XaWE8K2nRVs&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/XaWE8K2nRVs&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><strong>Update:</strong> Nun da das Video auch bei den größeren Blogs unkommentiert auftaucht, schreibe ich vielleicht doch noch ein paar kurze Zeilen dazu.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Was der junge Niederländer in der Bundespressekonferenz dort so unverblümt zur Sprache bringt, sollte journalistischer Standard sein. Als Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausends bekannt wurde, dass der der pfälzer Tigerganter Helmut Kohl in eine Spendenaffäre verwickelt ist, versuchte einer der CDU-Schergen unauffällig aus der Hintertür des Bonner Bundestags zu rollen. Ja, ganz richtig, unser Bundeswirtschaftsminister in Spe: Wolgang Schäuble.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Zunächst bestritt er, seinerseits überhaupt mit dem dubiosen Waffenhändler Karlheinz Schreiber in Kontakt getreten zu sein. Im Jahr 2000 trat er dann wider Erwarten an die Öffentlichkeit und gab ein Treffen 1994 zu, bei dem er auch eine Spende über 100.000DM empfangen hat. Außerdem stellte er vor dem Bundesuntersuchungsausschuss zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaffäre">Affäre</a> klar, dass die Bundesregierung unter dem Kabinett Kohl nicht bestechlich gewesen wäre -was seit dem Vorfall als bedenklich gilt. Unklar ist bis heute, wo das Geld verblieben ist, denn es wurde nicht ordnungsgemäß in einen Rechenschaftsbericht eingeordnet.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Insofern sind die Fragen nur berechtigt und die künftige Bundeskanzlerin muss zu ihrem Entschluss, Schäuble für dieses Zentrale Amt zu nominieren, Recheneschafft ablegen. Dass sie ihm vertraut, wird dem Legitimationsproblem, welches Wolfgang Schäuble hat, nicht gerecht.</p>
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