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	<title>Der-Klabauter</title>
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	<description>Im Ozean des Internets</description>
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		<title>40 days</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 17:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><br />
<object width="600" height="480"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-8PQBYEkHHg?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/-8PQBYEkHHg?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="600" height="480"></embed></object></center></p>
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		<title>Afghanistan und kein Ende</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 15:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist ein dumpfes und ungutes Gefühl, wenn man über die Zukunft Afghanistans nachdenkt. Besonders jetzt, da Amerika den Abzug angekündigt hat. Die Lage ist keineswegs stabil und zehn Jahre nach dem Einmarsch steht Afghanistan vor den Trümmern, die es schon Ende der 90er Jahre aufzukehren galt. Nicht der islamische Fundamentalismus war das grundlegende Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">Es ist ein dumpfes und ungutes Gefühl, wenn man über die Zukunft Afghanistans nachdenkt. Besonders jetzt, da Amerika den Abzug angekündigt hat. Die Lage ist keineswegs stabil und zehn Jahre nach dem Einmarsch steht Afghanistan vor den Trümmern, die es schon Ende der 90er Jahre aufzukehren galt. Nicht der islamische Fundamentalismus war das grundlegende Problem des Landes. Sondern die Jahrzehnte währenden Fehden von Landlords, Stämmen und Splittergruppen, die um die karstige Kaukasusregion kämpften, deren Boden doch kaum etwas abzutrotzen war. Sie sind es, die das Gewaltmonopol regional heute noch besitzen, wo der moderne afghanische Staat keinen Einfluss mehr hat und immer aufs neue destabilisiert wird.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">Da der Staat auf tönernen Füßen steht und nach dem Abzug schwer gefährdet wäre, versucht die NATO nun mit den Stammesmilizen zusammenzuarbeiten. Damit kann regional bisweilen eine gewisse Sicherheit hergestellt werden. Dass damit aber ganz neue-alte Konflikte wieder entfacht werden, die wohl nur am Rande mit der Taliban zutun haben, zeigen Rick Rowley und Jason Motlagh in ihrer eindrucksvollen Reportage &#8220;Million Dollar Militia&#8221;.</span></span></p>
<p>
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		<title>Reflektiertes zu Wikileaks</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 18:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[alternativlos]]></category>
		<category><![CDATA[svt]]></category>
		<category><![CDATA[wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikileaks ist in aller Munde und wo viele reden, wollen mindestens noch einmal so viele mitreden. Dadurch ist die Auseinandersetzung mittlerweile sehr verflacht und effektheischend. Wer aber ein wenig tiefer in das Thema einsteigen möchte und einen guten Überblick gewinnen will, dem möchte ich die neuste Folge Alternativlos von Fefe und Frank Rieger empfehlen. Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">Wikileaks ist in aller Munde und wo viele reden, wollen mindestens noch einmal so viele mitreden. Dadurch ist die Auseinandersetzung mittlerweile sehr verflacht und effektheischend. Wer aber ein wenig tiefer in das Thema einsteigen möchte und einen guten Überblick gewinnen will, dem möchte ich die neuste Folge <a href="http://alternativlos.org/10/" target="_blank">Alternativlos</a> von <a href="http://blog.fefe.de/?css=topaz.css" target="_blank">Fefe</a> und <a href="http://frank.geekheim.de/" target="_blank">Frank Rieger</a> empfehlen. Vielleicht auch mal die Gelegenheit, um herauszufinden, wie man im Umfeld des ChaosComputerClubs über das Thema denkt. Ein entspannter, amüsanter und aufschlussreicher Podcast &#8211; genau das richtige bei dem feuchten Wetter.</span></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-family: 'times new roman', times; font-size: small;"><a href="http://alternativlos.cdn.as250.net/alternativlos-10.mp3" target="_blank">Sondersendung Wikileaks</a></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;"><strong>edit: </strong>Der schwedische Sender svt hat eine aufschlussreiche Dokumentation über Wikileaks gedreht. Sehenswert!</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">Part <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SRF3gYxz1XQ&amp;feature=player_embedded" target="_blank">2</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=q6TRb40Km6A&amp;feature=related" target="_blank">3</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8imkYy_hJ4E&amp;feature=related" target="_blank">4</a>.(<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wikirebels-dokumentation-uber-wikileaks/" target="_blank">Netzpolitik.org</a>)</span></span></p>
<p style="padding-left: 60px;">
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NhTfOL9_HBE?fs=1&amp;hl=en_US" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/NhTfOL9_HBE?fs=1&amp;hl=en_US" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Schreibend schreite ich zur Tat</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 14:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Monaten hielt mich einiges ab, hier tätig zu werden. Der Klabauter trieb im stehenden Brackwasser meiner Kreativität und neben ihm auch sonst so manche Feder, die meiner Hand ganz gut gestanden hätt'. Im Grunde hatte mir das Schreiben auf dem Blog recht viel Spaß bereitet; meine Ansprüche waren hoch und damit war dem Ganzen kein Gefallen getan. 

Heute ereilte mich jedoch  die Laune...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;"><img class="alignleft size-medium wp-image-637" style="margin-left: 0px; margin-right: 8px; margin-top: 4px;" title="Sea_monster_Lophius_americanus" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2010/12/Sea_monster_Lophius_americanus1-300x162.jpg" alt="" width="300" height="162" />In den vergangenen Monaten hielt mich einiges ab, hier tätig zu werden. Der Klabauter trieb im stehenden Brackwasser meiner Kreativität und neben ihm auch sonst so manche Feder, die meiner Hand ganz gut gestanden hätt&#8217;. Im Grunde hatte mir das Schreiben auf dem Blog recht viel Spaß bereitet; meine Ansprüche waren hoch und damit war dem Ganzen kein Gefallen getan.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">Heute ereilte mich jedoch  die Laune, wieder ein wenig mehr hier zu schreiben. Vielleicht werde ich jedoch weniger auf die Leser schielen und meine Messlatte daher nicht </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">zu hoch setzen. Das Vergnügen am Schreiben soll mein vorderstes Ziel sein. Wir werden sehen, was uns auf der hohen See des Lebens in die Netze geht.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: 'times new roman', times;">Zum neuen Einstand habe ich dem Klabauter erst einmal eine neue PHP-Version spendiert. Jetzt sollte die Seite ein wenig geschmeidiger laufen&#8230;</span></span></p>
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		<title>ohrenbetäubendes Schweigen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 10:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[wortlosigkeit schweigen perspektive meinungsüberangebot bla]]></category>

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		<description><![CDATA[Schreiben, ja schreiben; Inhalt und Form zu einer ästhetischen Entität verweben, das ist es, was mir und vielen anderen ein Bedürfnis ist. Allein die Sprachlosigkeit macht uns mürbe. Was soll man auch schreiben oder erzählen? Es ist doch schon alles gesagt, alles und sein Gegenteil. Der einst so ruhmreiche Begriff der Wahrheit ist obsolet geworden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Schreiben, ja schreiben; Inhalt und Form zu einer ästhetischen Entität verweben, das ist es, was mir und vielen anderen ein Bedürfnis ist. Allein die Sprachlosigkeit macht uns mürbe. Was soll man auch schreiben oder erzählen? Es ist doch schon alles gesagt, alles und sein Gegenteil.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Der einst so ruhmreiche Begriff der Wahrheit ist obsolet geworden, ward verdrängt von der Perspektive, die doch nicht so heißen darf (ähnlich wie manch kriegsähnlicher Zustand heutzutage).</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Jeder Schauplatz, an dem Meinungen aufeinander treffen, ist heut dazu verdammt eine Kampfarena der Dogmen zu werden, wo doch der einzige Sieger stets die Wettmafia bleibt. Ist es daher nicht ratsam still zu schweigen, anstatt sich einzureihen, in die Flut der Wiederkäuer hohler Phrasen? Stillschweigen, anstatt das Karussell der Verwirrung, ja, der Verlorenheit mit immer neuem Schwung zu versorgen?</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><span id="more-610"></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Die Zentrifuge der Informationen schleudert dich quer durch die Welt der Ansichten &#8211; so du kein Dogma hast, das dich zu halten vermag. Und wie bei einer Zentrifuge üblich, wird der, der einmal die Mitte aus dem Auge verliert, ganz schnell bewegungsunfähig mit dem Rücken an die Wand, den Rand des Meinungshorizontes, gepresst und der Willkür des Zuckerwatteverkäufers ausgeliefert.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Wen braucht es da noch ernsthaft wundern, dass sich der Einzelne den Mantel der Wortlosigkeit nur allzu bereitwillig überstreift?</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Der Wühltisch der Meinungen ist maßlos überfüllt und eben jene Überfülle sorgt auch zwangsläufig für Überforderung – so zumindest eine gängige Meinung. Diese geht oftmals auch mit solch rhetorischen Leuchtfeuern einher, wie: „Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben&#8221;. Ein glatter Widerspruch, wie er doch ebenso zwangsläufig ist, im Überangebot der Meinungen, in dem man sich zuerst entscheiden muss bevor man denken kann. Denn würde man zuerst denken, man könnte sich nie mehr entscheiden.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Wohin will ich mit diesem Zirkelschluss, der so recht doch keiner ist? Vielleicht zeigt dieser kleine Ausflug nur, dass es an Zielen, heißt (Zukunfts-)Perspektiven mangelt. Und wo immer ein Mangel, da ist auch der Kompensationsversuch nicht weit, der sich im Widerstreit der Individuen respektive ihrer Perspektiven vergegenwärtigt. Letztendlich ein Musterbeispiel für den neu-kanzler(in)schen Begriff vom „auseinanderdividieren“, der gerade in Europa Hochkonjunktur zu haben scheint.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Alles in allem ein Ironie, wie sie nur mit allzu viel Rauschmitteln erträglich zu gestalten ist. Aber immerhin hat dieser sinnfreie Exzess der Wortklauberei auf den ersten Blick eine Art Aussage erhalten und für mehr muss es heutzutage nicht mehr taugen.</span></span></p>
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		<title>In eigener Sache</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der-Klabauter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der ein oder andere sicher bemerkt hat, ist hier wenig passiert in letzter Zeit. Leider habe ich im Augenblick etwas mehr um die Ohren. Daher will ich hier den Fokus etwas verschieben und nicht mehr dem vergeblichen Versuch anhängen, das Tagesgeschehen zu kommentieren. Vielmehr möchte ich künftig mehr Zeit auf die Qualität des Kommentar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Wie der ein oder andere sicher bemerkt hat, ist hier wenig passiert in letzter Zeit. Leider habe ich im Augenblick etwas mehr um die Ohren. Daher will ich hier den Fokus etwas verschieben und nicht mehr dem vergeblichen Versuch anhängen, das Tagesgeschehen zu kommentieren. Vielmehr möchte ich künftig mehr Zeit auf die Qualität des Kommentar verwenden und mich vom inhaltlichen Diktat der täglichen Nachrichten lösen. </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Dabei soll es hier kritisch bleiben. </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><br />
</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Von nun an also eine geringere Frequenz und höhere Amplituden!</span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Denk ich an Deutschland in der Nacht&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 16:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Zustände]]></category>
		<category><![CDATA[Diskreminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Suhrkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Heitmeyer]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Vormittag hat der Soziologe Wilhelm Heitmeyer den erschreckenden Jahresbericht seiner Untersuchungen vorgelegt. Und eines ist jetzt schon sicher: diese Studie wird in den nächsten Tagen noch für Furore sorgen. Seit 2002 führt Heitmeyer eine der Umfangreichsten Langzeitstudien durch und ihr Name dürfte in diesem Jahr bedrohlicher daherkommen, als all die Jahre zuvor. Unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Heute Vormittag hat der Soziologe Wilhelm Heitmeyer den erschreckenden Jahresbericht seiner Untersuchungen vorgelegt. Und eines ist jetzt schon sicher: diese Studie wird in den nächsten Tagen noch für Furore sorgen. Seit 2002 führt Heitmeyer eine der Umfangreichsten Langzeitstudien durch und ihr Name dürfte in diesem Jahr bedrohlicher daherkommen, als all die Jahre zuvor.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Unter dem Titel &#8220;Deutsche Zustände&#8221; wird untersucht, wie landläufig Diskriminierung und Ablehnung gegenüber Minderheiten sind. Diese Studie wird u.a. vom Suhrkamp-Verlag, wo sie voraussichtlich auch erscheinen wird, und der VW-Stiftung unterstützt und erlaubt ein tiefen Einblick in das krisenbedingt immer fragwürdiger werdende Urteil der Deutschen. </span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span id="more-578"></span></span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><img class="alignright size-full wp-image-586" style="border: 5px solid white;" title="Bundesarchiv_Bild_101III-Ege-018-30,_Paris,_Diskriminierung_von_Juden" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Bundesarchiv_Bild_101III-Ege-018-30_Paris_Diskriminierung_von_Juden1.jpg" alt="Bundesarchiv_Bild_101III-Ege-018-30,_Paris,_Diskriminierung_von_Juden" width="240" height="474" />Erstmals hat man bei den Untersuchungen zwischen Menschen getrennt, die sich als von der Krise betroffen sehen und jenen, die sich nicht von der Krise betroffen fühlen. Dabei meinen unglaubliche 61% der ersten Gruppe, dass in Deutschland zu viele schwache Gruppen mitversorgt werden. Dabei ist entscheidend, dass hier keine soziale Kategorie gemeint ist. Schwache Gruppen sind hier<cite> &#8220;Zugewanderte, homosexuellen, Juden, Muslime</cite>&#8221; &#8211; so Heitmeyer im Deutschlandradio.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Hier stellt sich also ein Zusammenhang aus den materiellen Ängsten und der Diskriminierung bestimmter Gruppen her. Eine gefährliche Entwicklung, wenn Länder und Bund künftig die Haushalte konsolidieren und aus Schuldenvermeidung den Sparkurs einschlagen müssen; und außerdem ein Phänomen, was wie gehabt, leicht instrumentalisiert werden kann.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Gleichzeitig ist, gemäß der Studie, bei sozial schwächeren, als auch den sozial besser dastehenden Schichten, das Vertrauen in die Politik gesunken. Drei Viertel im unteren sozialen Bereich sagen: &#8220;Leute wie ich haben sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut&#8221;. Und über die Hälfte, 57%, im oberen Bereich sind gleicher Meinung &#8211; Zündstoff für die Deutsche Politik, wenn Zensursula sich nicht an alte Marotten erinnern sollte und die Studie übergeht.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Die Kurzsichtigkeit steckt also ganz tief in uns drin. Oder haben diese Kurzschlüsse andere Gründe? </span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Natürlich versucht man Schuldige für diese Misere zu finden. Beim <cite>&#8220;Wirtschaftssystem</cite>&#8220;, so der Soziloge, wäre <cite>&#8220;das noch relativ Harmlos. Aber wenn dann bestimmte Gruppen, wie Ausländer oder Bänker herausgepickt</cite>&#8221; werden, dann würde <cite>&#8220;die Ausländerfeindlichkeit oder der Antisemitismus</cite>&#8221; steigen. <cite>&#8220;Weil das Bankensystem dann auch mit jüdischen Bänkern in Verbindung gebracht</cite>&#8221; werden würde.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><cite><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">&#8220;Wilhelm Heitmeyer sieht </span></span></cite><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><cite><cite></cite>die deutsche Gesellschaft gar am Beginn eines neuen autoritären Jahrhunderts&#8221;</cite>, was daran läge, dass <cite>&#8220;die Sicherung der Wirtschaft auf Kosten der Sozialen Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhangs&#8221;</cite> vollzogen werden würde &#8211; schreibt die Initiative <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/deutsche-zustaende-2009-gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit-krise-0987">Netz-gegen-Nazis</a>.<strong> </strong></span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"> </span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Denk ich an Deutschland in der Nacht&#8230;</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: small;">Bild: CC by Deutsches Bundesarchiv</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"> </p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: small;">Ps.: Leider scheint sich die Redaktion des DRadio nicht mehr die Mühe zu machen, den Beitrag zu transkriptieren. Wer aber trotzdem noch einmal reinhören möchte, kann <a href="http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&amp;broadcast=348687&amp;datum=20091204&amp;playtime=1259932384&amp;fileid=b8099412&amp;sendung=348687&amp;beitrag=1081522&amp;/">hier</a> die Themen gesondert auswählen. Das besagt Interview ist dort unter dem Titel &#8220;Warum schwindet in Krisenzeiten der gesellschaftliche Zusammenhalt?&#8221; zu finden.</span><br />
 </span></span></p>
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		<title>Gude Naaaacht</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 19:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF, muss gehen. Die Schergen um Roland Koch sind trotz Mahnung zahlreicher Verfassungsrechtler zur Tat geschritten. Brenders Vertrag wurde vom CDU durchsetzten ZDF-Vorstand nicht verlängert und das &#8220;Zweite Deutsche Fernsehen&#8221; ist möglicherweise fortlaufend eine öffentlich unrechtliche Sendeanstalt. Mit der Unabhängigkeit der Presse will man es jedenfalls nicht zu eng sehen. Wenigstens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF, muss gehen. Die Schergen um Roland Koch sind trotz <a href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EF661F8EF700742C58F6D9535A24ECFEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Mahnung</a> zahlreicher Verfassungsrechtler zur Tat geschritten. Brenders Vertrag wurde vom CDU durchsetzten ZDF-Vorstand nicht verlängert und das &#8220;Zweite Deutsche Fernsehen&#8221; ist möglicherweise fortlaufend eine öffentlich unrechtliche Sendeanstalt. Mit der Unabhängigkeit der Presse will man es jedenfalls nicht zu eng sehen.</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Wenigstens wurde nun auch öffentlichkeitswirksam das neue Logo enthüllt:</span></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-575" title="zdf-logo-neu" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/zdf-logo-neu.jpg" alt="zdf-logo-neu" width="436" height="238" /></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: center;"> </p>
<p style="text-align: center; padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;"> </span></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="font-family: times new roman,times;">Bild: <a href="http://twitpic.com/r6d03">http://twitpic.com/r6d03 </a></span></p>
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		<title>Ein Blick in die Ferne</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein wunderbares Fundstück beim Kollegen vom Nerdcore-Blog. Bei all den irdischen Schwierigkeiten, würde mich dieser Anblick doch für einiges entschädigen. Der Blick würde in die Ferne des Himmels schweifen und bei aller Schönheit wohlige und befreite Gedanken wecken &#8211; nicht gebunden an Raum oder Zeit. Vielleicht kann uns der Klimawandel diesen Anblick bescheren? Ein Ring [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/UT2sQ7KIQ-E&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/UT2sQ7KIQ-E&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Ein wunderbares <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/11/20/planet-earth-mashed-with-the-rings-of-saturn/">Fundstück</a> beim Kollegen vom Nerdcore-Blog. Bei all den irdischen Schwierigkeiten, würde mich dieser Anblick doch für einiges entschädigen. Der Blick würde in die Ferne des Himmels schweifen und bei aller Schönheit wohlige und befreite Gedanken wecken &#8211; nicht gebunden an Raum oder Zeit. Vielleicht kann uns der Klimawandel diesen Anblick bescheren? Ein Ring aus Abfall, der uns erinnert, in welch fragiler Selbstverständlichkeit wir diesen Planeten bewohnen.</span></span></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: times new roman,times;">Aber vielleicht reicht uns auch schon der Mond, die Sonne oder die Sterne, die uns täglich und selbstverständlich an diese Schönheit erinnern. Wenn wir denn nur einen Augenblick in unserem Trott verweilen und den Blick in die Ferne wandern lassen.<br />
 </span></span></p>
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		<title>What if&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 12:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;What if&#8221; &#8211; diese Formel ist bezeichnend für einen slowenischen Denker, den ich vor nicht all zu langer Zeit entdeckt habe. Sie zeigt an, dass er sogleich einen weiteren inspirierenden Gedanken bei seiner unorthodoxen Grabung zu Tage fördern wird. Dabei steht alles auf dem Prüfstand, was unserem spätkapitalistischen Moralkomplex Festigkeit verleiht. Er entlarvt unser postideologisches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img class="aligncenter size-full wp-image-524" title="zizek" src="http://www.der-klabauter.de/klabauter/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/2340881163_4d44b0e6b7_b2.jpg" alt="zizek" width="620" height="175" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"> </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">&#8220;What if&#8221; &#8211; diese Formel ist bezeichnend für einen slowenischen Denker, den ich vor nicht all zu langer Zeit entdeckt habe. Sie zeigt an, dass er sogleich einen weiteren inspirierenden Gedanken bei seiner unorthodoxen Grabung zu Tage fördern wird. Dabei steht alles auf dem Prüfstand, was unserem spätkapitalistischen Moralkomplex Festigkeit verleiht. Er entlarvt unser postideologisches Zeitalter, als eines, ausgeprägtester Ideologie und scheut nicht davor zurück, die alte linke Vision von einer besseren Welt neu zu überprüfen. Die Rede ist von Slavoj Zizek, der dieses Jahr mit &#8220;Auf verlorenem Posten&#8221; ein lesenswertes <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/auf_verlorenem_posten-slavoj_zizek_12562.html">Buch </a>vorgelegt hat.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><span id="more-508"></span></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Im Augenblick avanciert der Philosophieprofessor aus Ljubljana zum populären Vordenker einer neuen Kommunismustheorie, für die, in Zeiten der Krise, außerordentlicher Bedarf herrscht. Dabei baut er auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel auf, dessen dialektische Methode die augenfällige Widersprüchlichkeit des Weltgeistes(gemeint sind hier historische Entwicklungen, die einem vernünftigen Prinzip folgen) auch heute noch zu enträtseln scheint, und Jaques Lacans psychoanalytsche Überlegung des anderen außerhalb des Subjekts, wodurch sich das Subjekt erst konstituiert &#8211; &#8220;Ich ist ein anderer&#8221;. Zizek erklärt durch diese Äußerlichkeit das Funktionieren von Ideologie und Moral.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Das zur methodischen Grundlage. Als progressives Element gibt er noch eine Priese Karl Marx hinzu. Dessen Analyse der kapitalistischen Warenwirtschaft besitzt auch heute noch weitgehend Gültigkeit. Marx schwebte eine Auffassung von Geschichte vor, deren Voranschreiten auf Klassenkämpfen beruht. Eine Konzeption in Anlehnung an Hegel, die der Slowene ebenfalls erneut einführt. Dabei entstaubt er ganz nebenbei Begriffe, wie Proletariat. </span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Dem einen oder anderen kommen spätestens hier Erinnerungen an Zeiten hoch, die aus guten Gründen in den ewigen Schlaf  der Vergangenheit eingegangen sind. Warum also diese Ruhe stören? Weil &#8220;<cite>die kapitalistische Dynamik, wenn sie sich selbst überlassen wird, ihre eigenen Wurzeln zu untergraben [droht].</cite>&#8221; Damit hebt Zizek vor allem auf die Auflösung von Vertrauen in das vorliegende System ab &#8211; unerlässlich für seine Stabilität. Und tatsächlich, um ein greifbares Beispiel zu wählen, schafft es die Sozialdemokratie in Europa kaum noch den notwendigen Sozialausgleich herzustellen. Das Stichwort SPD kann nicht deutlicher dieses Scheitern illustrieren und in Schweden, Frankreich, England, sieht es nicht viel besser aus. Letztendlich ist das Interesse für Alternativen hausgemacht. Und die Gefahr, dass reaktionäre und autoritäre Ideen ähnlich interessiert aufgenommen werden, ist ebenfalls vorhanden. Zizek sieht in Italien mit Berlusconi an der Spitze eben diese Gefahr heraufziehen.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Dabei ist zu sagen, dass er nicht dafür plädiert realsozialistische Systemkonzepte wiederaufleben zu lassen. Diesen Trugschluss räumt er gleich zu Anfang aus, indem er den französischen Philosophen Alain Badiou zitiert: </span></span></span></p>
<blockquote style="padding-left: 30px;"><p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">&#8220;[...] [A]n der Existenz der [Kommunismush]ypothese festzuhalten heißt nicht, daß auch ihre erste Präsentationsform, die um das Eigentum und den Staat zentriert war, als solche festgehalten werden muss. Was uns als Aufgabe, ja sogar, könnte man sagen, als philosophisches Werden zugewiesen ist, ist dabei zu helfen, daß sich <em>ein neuer Existenzmodus der Hypothese herausbildet</em> [...]&#8220;</span></span></span></p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Diese Entwicklung ist </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"> &#8211; möge man von Slavoj Zizek halten, was man will &#8211; </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">daher zu begrüßen, da sie, im allgemeinen Kanon liberaler Ideologie, erfrischende Dissonanzen anklingen lässt. Sie ist erst recht zu begrüßen, wo Populärphilosophen, wie Peter Solterdeijk als Apologeten der <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E3E570BE344824089B6549A8283A0933B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Elitenhonoration</a> antreten.</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;">Was aber wenn &#8211; what if &#8211; eben diese Apologeten verantwortlich sind für das Phänomen Zizek?</span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Bild: CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/andymiah/2340881163/">Andy Miah</a></span><br />
 </span></span></span></p>
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