Sanktionen Wegbloggen! – Blogger gegen HartzIV-Sanktionen

“Die Würde des Menschen ist unanatastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt” – so heißt es im Artikel 1 des Grundgesetzes.
Nun wurde besagte Menschenwürde in den letzten zehn Jahren bundesrepublikanischer Geschichte auf ein immer beschaulichereres Maß zurecht gestutzt. Einer der “Hauptentwürdiger” is heute dem Volksmund unter dem Namen HartzIV geläufig. Sicher gibt es noch viele weitere dieser Art zu bennenen, doch dazu ist an anderer Stelle noch Zeit.
In diesem Beitrag möchte ich jedoch auf ein dringliches Problem hinweisen, dass sowohl mit der Menschenwürde, als auch mit jenem vierten Baumsaft untrennbar verbunden ist, wie ja auch der Titel bereits vermuten lässt.
Es geht um die Sanktionierung von HartzIV Leistungen. Das heißt im Klartext, dass HartzIV Empfängern Gelder gestrichen werden, wenn sie bestimmte Auflagen, wie das Schreiben von Bewerbungen,die Teilnahme an Umschulungen oder die Annahme eines Ein-Euro-Jobs nicht oder aus Sicht des Arbeitsamtes nur unzureichend erfüllen.
Das dramatische an dieser tatsächlich gängigen Praxis(“Allein 2008 waren 789.000 Bürger von Sanktionsmaßnahmen im Rahmen von „Hartz IV“ betroffen “) ist die Tatsache, dass Menschen in einem Land, welches sich (angeblich) zur Wahrung der Menschenwürde bekennt, ihr Dasein unterhalb des Existenzminimus fristen müssen. Das kann bedeuten, dass die Betreffenden hungern müssen, oder nicht zum Arzt gehen können, weil ihnen die Krankenversicherung nicht bezahlt wird.
DAS IST UNTERHALB DER MENSCHENWÜRDE!
Daher schließt sich der Klabauter der Initiative Sanktionen Wegbloggen! – Blogger gegen HartzIV-Sanktionen an und ruft mit dazu auf folgende E-Petition zu unterzeichenen, damit diesen grauenhaften Entwürdigungen endlich ein Ende gesetzt wird.
In diesem Sinne, fröhliches petitieren.
geschrieben am 11.10.2009 um 02:45 in Allgemein, Politik von Heinz Mueller · RSS 2.0 feed.
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Herr Müller ist an Deck und der Klabauter setzt die Segel
Zum Thema möchte ich den Artikel von Jens Berger empfehlen. Leider steht Grundlegendes dem Anliegen im Weg.
Grüße Tim
naja die Aussichten sind zugegeben nicht allzu rosig aba ums mal mit ner Fußballweisheit zu sagen:
“Wer nich aufs Tor schießt, der kann auch kein Tor schießen.”
aba naja vlt gibts auch noch andere Ansätze
mfg Robin
Richtig. Es wichtig, dass darüber gesprochen wird. Gepostet habe ich den Artikel, weil er gut zeigt, wie weit die Sanktionierung -ums mal populärsparchlich auszudrücken- systemrelevant ist. Und dass im Internet immer mehr dagegen getan wird, ist nur zu begrüßen.
Ich finde es wichtig, dass die Sanktionierung von Hartz IV-Leistungen thematisiert wird. Grundsätzlich bin ich auch für ein bedingungsloses Grundeinkommem, habe auch die Petition unterzeichnet. Aber Hartz IV ist eben nicht “bedingungslos”. So lange auch nicht wenige voll Berufstätige letzlich auch nur von Hartz IV leben, erscheint mir ein grundsätzliches Verweigern aller möglichen Maßnahmen vom Jobcenter unfair auch gegenüber den Arbeitenden. Man müsste schon genauer wissen, was vom Jobcenter gefordert wurde und warum die Leute das nicht gemacht haben-waren das fehlende Fragebögen oder Sprachkurse, Alphabetisierung oder Jobs.
Hm also da sehe ich jetzt ein ganz entscheidendes Problem! Also allein die Bezuschussung von Vollzeitarbeit, also letztendlich vom Steuerzahler, damit Unternehmen mehr Gewinne erwirtschaften können, das ist das eigentliche Problem. Streicht man nun die Sanktionen kann sich ein Staat diese Bezuschussung unterumständen nicht mehr leisten und wäre gezwungen Mindestlöhne einzuführen… also es geht bei dieser petoition nicht nur um die Hartz4ler, die verhungern müssen weil sie 15 Bewerbungen anstatt 20 schreiben von denen eh keine Erfolg haben kann, es geht auch um die Aufstocker und Dumpinglohnarbeitnehmer…und so oder so es gibt ein Grundgesetz an das muss sich auch der Staat halten ansonsten verliert er seine ohnehin arg gebeutelte Legitimation…das Problem bei deiner verständlichen Ansicht ist doch, dass du in Kauf nimmst das Menschen hungern oda krank bleiben ohne Doktor nur damit ein paar vlt etwas weniger benachteiligt werden. Da finde ich, ist es eindeutig, zu zeigen, dass man solch menschenverachtende Praxis nicht tolleriert…egal ob ein paar leute vlt auf mehr anspruch hätten… Welcher Hartz4-Epfänger hätte das nicht?
Ich stimme dir ja grundsätzlich zu-minimum-bedarfsleistungen kann man nicht kürzen, nur ist bei mir eben dieses ungute gefühl der unfairness da. und der 2. punkt ist für mich auch wichtig: was genau haben denn die sanktionierten abgelehnt? bei der hohen zahl ist schon zu vermuten, dass da unkenntnis oder hilflosigkeit der leute oder auch schikane eine rolle spielen. aber nochmal:eine grundsätzliche verweigerungshaltung aller harzt-leute gegenüber allem- auch vorlegen von einkünften, teilnahe an ausbildung, jobs -ist meiner meinung nach nicht in ordnung.
den artikel von berger hab ich eben erst entdeckt, der antwortet auf meine bedenken, den muss ich noch mal in ruhe lesen
“eine grundsätzliche verweigerungshaltung aller harzt-leute gegenüber allem- auch vorlegen von einkünften, teilnahe an ausbildung, jobs -ist meiner meinung nach nicht in ordnung.”
ist auch nicht existent.
Aba dann frag ich jetzt die Grätchenfrage: Findest du es in Ordnung das Menschen hungern, weil sie sich verweigern? bei dem Arbeitsmarkt? Bei der staatlichen Situation? Gerade im Osten bei der Anerkennung der Lebensleistung? Bei der Stigmatisierung von Hartz4Empfängern?
Kann es überhaupt ok sein, dass Menschen unterhalb des Existensminimums leben- und ggf. hungern? Egal warum?
bitte um Antwort.
ich hab ich doch schon eindeutig gesagt: “minimum-bedarfsleistungen kann man nicht kürzen”. strafe in form von geldkürzung ist unzumutbar. ich habe im kommentar nur mein ungutes gefühl mitteilen wollen, mit dem ich offenbar kein einzelfall bin, wie der link-artikel zeigt. das gefühl kommt möglicherweise auch aus meiner beruflichen situation mit zahlreichen und nicht immer positiven kontakten zu hartz-leuten.
Oh,da hab ich dann wohl doch ein wenig überreagiert is halt ein sehr emotionales Thema …noch mal ein förmliches sry deswegen.
Es ist klar, dass es unsympatische Hartzer gibt, es ist auch klar, dass es leute gibt die sich von Staat aushalten lassen und das zu lasten der Steuerzahler.
Also man kann schon von einem begründeten Unbehagen gerade aufgrund von letzteren sprechen.
Was ich in dem Zusammenhang aber zu bedenken geben möchte ist die Tatsache, dass auch solche Menschen ein Teil der Gesellschaft sind. Sie erwirtschaften vlt nichts und sind faul und dabei noch unhöflich(ich möchte hier nich generalisieren sondern nur das Vorurteil zusammenballen)aber sie sind eben dennoch menschen. Und Menschen werden auch von einer Gesellschaft gemacht. Ich meine man muss solche Menschen nicht belohnen und irgendwie ist einem diese Vorstellung vlt zuwieder…
Aba sie sind trozallem Menschen. Und bevor Unschuldige verhungern würde ich lieber die Faulenzer mit durchfüttern
ich hoffe wir können uns darauf einigen Guppy
und noma sry bin wohl vorhin mim falschen bein on gekommen.
Gruß Heinz
darauf können wir uns gut einigen.ich werde auch petitieren.