Schreiben, ja schreiben; Inhalt und Form zu einer ästhetischen Entität verweben, das ist es, was mir und vielen anderen ein Bedürfnis ist. Allein die Sprachlosigkeit macht uns mürbe. Was soll man auch schreiben oder erzählen? Es ist doch schon alles gesagt, alles und sein Gegenteil.
Der einst so ruhmreiche Begriff der Wahrheit ist obsolet geworden, ward verdrängt von der Perspektive, die doch nicht so heißen darf (ähnlich wie manch kriegsähnlicher Zustand heutzutage).
Jeder Schauplatz, an dem Meinungen aufeinander treffen, ist heut dazu verdammt eine Kampfarena der Dogmen zu werden, wo doch der einzige Sieger stets die Wettmafia bleibt. Ist es daher nicht ratsam still zu schweigen, anstatt sich einzureihen, in die Flut der Wiederkäuer hohler Phrasen? Stillschweigen, anstatt das Karussell der Verwirrung, ja, der Verlorenheit mit immer neuem Schwung zu versorgen?

