
The Devils Mistress by Richard Sale
Dunkle Wolken dräuen am Himmel. Ein trüber Tag. Ebenso trüb, wie die Stimmung der Versammelten und der Blick des Pfarrers, der so eben seine fünfhundertste Grabrede hält. Er verkündet, dass der Verstorbene viel zu früh aus dem Leben geschieden sei und ein Schluchzen aus dem Kreis der Trauergäste bestätigt ihn dabei. Später, wenn zum Nass der Tränen das feuchte Bier hinzu kommt und das Andenken erleichtern soll, erzählt man sich so manch heitere Geschichte aus dem Leben des Verblichenen. “Ne ehrliche Haut war er, jawohl, und sein’ Jungs hat er immer unter die Arme gegriffen.”
Dabei hat er auch nicht gezögert, seine Lebensversicherung abzutreten. Eine schnelle Möglichkeit, etwas Geld zu mobilisieren. Zunächst gibt es die Variante, die Versicherung einfach aufzulösen und einen Teil des Versicherungswerts ausgezahlt zu bekommen. Doch weit moderner und großzügiger bezahlt wird es, wenn man sie an ein Investmentunternehmen verkauft, das sich auf Lebensversicherungspolicen spezialisiert hat. Die nehmen dankbar an, was eh nur noch wenige Jahre im Einsatz ist; denn ist der ehemalige Besitzer dann endlich verstorben, folgt die satte Auszahlung.


