
“What if” – diese Formel ist bezeichnend für einen slowenischen Denker, den ich vor nicht all zu langer Zeit entdeckt habe. Sie zeigt an, dass er sogleich einen weiteren inspirierenden Gedanken bei seiner unorthodoxen Grabung zu Tage fördern wird. Dabei steht alles auf dem Prüfstand, was unserem spätkapitalistischen Moralkomplex Festigkeit verleiht. Er entlarvt unser postideologisches Zeitalter, als eines, ausgeprägtester Ideologie und scheut nicht davor zurück, die alte linke Vision von einer besseren Welt neu zu überprüfen. Die Rede ist von Slavoj Zizek, der dieses Jahr mit “Auf verlorenem Posten” ein lesenswertes Buch vorgelegt hat.

